Chlamydieninfektionen sind häufig. Sie erfolgen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Da die damit einhergehenden Entzündungen des Urogenitaltraktes vor allem bei Frauen und bei Jugendlichen anfangs ohne Beschwerden verlaufen können, bleiben etliche Krankheitsfälle unentdeckt. Sie können bei Männern zu Spätfolgen wie bleibender Verengung der Harnröhre, bei Frauen zu Früh- und Fehlgeburten sowie zu Eileiterschwangerschaften und Unfruchtbarkeit führen.
Das durch einen besonderen Typus von Chlamydien verursachte Lymphogranuloma venereum gehört zu den meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten, ist in Europa allerdings sehr selten.
Ein wirksamer Schutz vor Ansteckung ist die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr. Besonders Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern sollten sich regelmäßig untersuchen lassen.
Infektionen mit Chlamydien sind weltweit verbreitet und - je nachdem, um welchen Typ von Chlamydien es sich handelt - ziemlich häufig. Schätzungen zufolge ist in Europa jeder 20. Erwachsene und jeder 16. Jugendliche infiziert. Die Bakterien verursachen die verschiedensten Krankheiten, die Untergruppe der Trachomatis-Chlamydien ist verantwortlich für Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Augen, die zu folgenschweren Entzündungen führen können. Die Keime werden hauptsächlich auf sexuellem Wege übertragen. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner anzustecken, beträgt um die 60 Prozent.
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